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4. Themenwoche Akustische Ökologie 2026 / Den Bäumen beim Wachsen zuhören

15. Juni um 17:0018:00 CEST

Die Themenwoche Akustische Ökologie ist eine jährliche, öffentlich zugängliche Veranstaltungsreihe an der Kunstuniversität Linz, um die Anliegen dieser Disziplin zu vermitteln.

Die Akustische Ökologie geht auf den kanadischen Klangforscher R. Murray Schafer zurück. Sie trägt mit einem ganzheitlichen (systemischen) Zugang der zunehmenden Bedeutung akustischer Fragestellungen in der Gesellschaft Rechnung (Stichwort: Acoustic Turn). Und sie begreift Schall als Ressource, als Grundstoff menschlichen In-Beziehung-Tretens. Reden, Hören, Gleichgewicht, Orientierung, Warnung vor Gefahr sind menschliche Grundbedürfnisse. Die akustische Umwelt („Soundscape“) ist auch Raum der Politik, der Ordnung und der Machtverhältnisse (damit u.a. auch identitätsstiftend). Soundscapes machen auf vielfache Weise etwas mit uns, daher ist unsere akustische Umwelt ein Feld der Ökologie wie andere Bereiche menschlicher Umweltbeziehung auch.

Das Co.Lab Akustische Ökologie vermittelt ein neues, erweitertes Raumverständnis und soll zu einer neuen Analyse- und Gestaltungskompetenz im pädagogischen, medialen und künstlerischen Bereich befähigen, an deren Anfang das Hören (gr. ἀκούειν/akoyein „hören“) als kreativer Akt (und nicht die Erzeugung von Klang) steht. Die akustische Umwelt gehört gestaltet. Immer wieder dienen Ohren als Symbole für die Anliegen der Akustischen Ökologie.

Tag 07 – Montag, 15. Juni 2026
Den Bäumen beim Wachsen zuhören, Impulsvortrag mit Diskussion
Mit Thomas Felfer
Kunstuniversität Linz, Expostmusik, Domgasse 1, 4. Stock

Dendrochronologie bezeichnet eine Methode zur Altersbestimmung von Holz anhand der Jahresringe von Bäumen. Breite und Struktur der Ringe erlauben zudem Rückschlüsse auf klimatische und ökologische Bedingungen vergangener Zeiten. In einem gemeinsamen Austausch soll erörtert werden, wie sich dendrochronologische Messreihen in Klang übersetzen lassen und so einen auditiven Zugang zu landschaftlichen und klimatischen Transformationsprozessen eröffnen können.