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4. Themenwoche Akustische Ökologie 2026 / ein wald ist mehr als drei bäume

10. Juni um 17:0018:00 CEST

Die Themenwoche Akustische Ökologie ist eine jährliche, öffentlich zugängliche Veranstaltungsreihe an der Kunstuniversität Linz, um die Anliegen dieser Disziplin zu vermitteln.

Die Akustische Ökologie geht auf den kanadischen Klangforscher R. Murray Schafer zurück. Sie trägt mit einem ganzheitlichen (systemischen) Zugang der zunehmenden Bedeutung akustischer Fragestellungen in der Gesellschaft Rechnung (Stichwort: Acoustic Turn). Und sie begreift Schall als Ressource, als Grundstoff menschlichen In-Beziehung-Tretens. Reden, Hören, Gleichgewicht, Orientierung, Warnung vor Gefahr sind menschliche Grundbedürfnisse. Die akustische Umwelt („Soundscape“) ist auch Raum der Politik, der Ordnung und der Machtverhältnisse (damit u.a. auch identitätsstiftend). Soundscapes machen auf vielfache Weise etwas mit uns, daher ist unsere akustische Umwelt ein Feld der Ökologie wie andere Bereiche menschlicher Umweltbeziehung auch.

Das Co.Lab Akustische Ökologie vermittelt ein neues, erweitertes Raumverständnis und soll zu einer neuen Analyse- und Gestaltungskompetenz im pädagogischen, medialen und künstlerischen Bereich befähigen, an deren Anfang das Hören (gr. ἀκούειν/akoyein „hören“) als kreativer Akt (und nicht die Erzeugung von Klang) steht. Die akustische Umwelt gehört gestaltet. Immer wieder dienen Ohren als Symbole für die Anliegen der Akustischen Ökologie.

Tag 02 – Mittwoch, 10. Juni 2026
ein wald ist mehr als drei bäume, Sonifikation / Performance
Mit Margarethe Maierhofer‐Lischka

Pflanzen und Pilze nehmen ihre Umwelt durch Temperatur, Licht und Schall wahr. Normalerweise passiert die Aktivität von Pflanzen und Pilzen außerhalb unserer Wahrnehmung. Maierhofer‐Lischka sonifiziert die Aktivitäten von Pflanzen und Pilzen – ein Interface überträgt die bioelektrische Aktivität der Zellen in Klang. In der Performance beeinflussen live gespielte Instrumentalklänge die Aktivitäten der Pflanze, während der Klang der Sonifikation wiederum die musikalische Aktion verändert. Ein Feedbackprozess zwischen Mensch und Natur entsteht, vermittelt durch Klang.