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ID DesignTalk: Designing Circularity

KAROLINE MÄTZLER // Caritas Vorarlberg
Nachhaltiges Design trifft sozialen Mehrwert
Im Rahmen der DesignTalks gibt Karoline Mätzler Einblick in ein hochaktuelles Themenfeld an der Schnittstelle von Design, Nachhaltigkeit und Systemdenken. Im Zentrum des Vortrags steht das Textil-Sammel- und Sortiersystem – ein oft übersehener, jedoch entscheidender Hebel für zukunftsfähige textile Kreisläufe. Anhand praxisnaher Beispiele und aktuellen Projekten zeigt sie auf, wie Designprozesse zur Sichtbarmachung, Optimierung und Weiterentwicklung dieser Systeme beitragen können.
Der Vortrag soll den Blick auf verborgene Strukturen unserer Konsumwelt schärfen und komplexe Zusammenhänge für Studierende aller Designrichtungen zugänglich machen.
carla und carla Tex Vorarlberg Das carla Tex Kleidersortierwerk wurde im Jahr 1997 in Hohenems/Vorarlberg eröffnet. Bis heute ist es das einzige Kleidersortierwerk Österreichs mit Vollsortierung. Über die Jahre ist neben dem sozialen Aspekt der Beitrag zu Ressourcenschonung und zur regionalen Umsetzung der Kreislaufwirtschaft immer mehr in den Vordergrund gerückt und gilt heute als Leuchtturm der textilen Kreislaufwirtschaft im deutschsprachigen Raum. Über ein Netz von rd. 470 Sammelcontainer werden jährlich rund 3.600 Tonnen Altkleider gesammelt und durch die Sortierung rund 20.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart.
Kurzbiografie: Karoline Mätzler leitet seit 2009 den Fachbereich Arbeit & Qualifizierung der Caritas Vorarlberg und verantwortet in dieser Funktion die carla Sozialen Unternehmen. Diese verbinden Arbeitsmarktintegration benachteiligter Menschen mit dem Konzept der Kreislaufwirtschaft – von Textilien über Elektrogeräte bis hin zu Möbeln und Haushaltswaren.Mit carla Tex in Hohenems betreibt die Caritas Vorarlberg seit rund 30 Jahren das einzige Kleidersortierwerk Österreichs mit Vollsortierung, das hochwertige Weiterverwendung von Textilien garantiert. Die carla Unternehmen stehen damit beispielhaft für ein sozial-ökonomisches Re-Use-Modell, das ökologischen Mehrwert mit nachhaltiger Beschäftigung verbindet.Karoline Mätzler betont, dass Secondhand nicht nur ein ökologisches, sondern auch ein soziales Thema ist, und dass Arbeitsmarkt- und Kreislaufwirtschaftspolitik stärker zusammengedacht werden sollten, um Ressourcenschonung und soziale Integration gleichzeitig zu fördern.Seit über zehn Jahren ist sie Vorstandsmitglied von arbeitplus Österreich und Re-Use Austria und gestaltet die Weiterentwicklung des Re-Use-Sektors als Teil der Kreislaufwirtschaft auch auf Bundesebene aktiv mit.